Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und ihre Gastfamilien

In den vergangenen Jahren erreichte eine große Zahl unbegleiteter min­derjähriger Flüchtlinge Deutschland, dies stellte die Jugendhilfe vor große Herausforderungen, kreative Lö­sungen waren gefragt. Gesucht wurden verstärkt Familien, die bereit waren junge Flüchtlinge , bei sich aufzunehmen. Und tatsäch­lich konnten vor allem auf dem Höhepunkt der „Flücht­lingskrise“ sogenannte Gastfamilien für diese Aufgabe gewonnen werden. Diese Bezeichnung soll zum Ausdruck gebracht werden, dass sich die aufnehmenden Familien, aber auch die jungen Flüchtlinge von klassischen Pflegefamilien und deren Pflegekindern unterscheiden. Aber ist das tatsächlich der Fall? Und worin liegen diese Unterschiede? Worin bestehen die besonderen Chancen, welche Risiken gehen Gasteltern und junge Flüchtlinge ein? Welche Erwartungen gibt es, welchen Herausforderungen sehen sich die Beteiligten gegenüber? Und welche Unterstützung brauchen Gasteltern und ihre Gastkinder von professioneller Seite? In einer kleinen explorativen Studie, die auf Interviews mit Gasteltern und deren Gastkindern basiert, sind Oliver Freesemann und Renate Breithecker beim Zentrum für individuelle Erziehungshilfen (Zefie, Karlsruhe) diesen Fragen nachgegangen. Die Ergebnisse sind in einer Broschüre zusammengefasst, diese kann hier kostenlos herunter geladen werden.

High-Speed-Jugendhilfe

Wie reagiert die Jugendhilfe auf die „Flüchtlingskrise“ und den massiven Anstieg an unbegleiteten Minderjährigen? Und vor allem: Wie gehen freie Träger mit der Situation um? Wir reflektieren die Erfahrungen der vergangenen zwei Jahren aus verschiedenen Perspektiven.